Die Vorproduktion – was vor euch im Studio ankommen sollte

„Über Musik zu reden ist wie zu Architektur tanzen“, heißt es oft nicht zu Unrecht. Es fällt häufig schwer, Klangvorstellungen und Ideen in Worte zu fassen – und immer wieder kommt es zu Missverständnissen. Hier ein paar Tipps, um das Schlimmste zu verhindern.

von Chris Kling

Wir Beraten unsere Künstler ganzheitlich.
„Über Musik zu reden ist wie zu Architektur tanzen“, heißt es oft nicht zu Unrecht. Es fällt häufig schwer, Klangvorstellungen und Ideen in Worte zu fassen – und immer wieder kommt es zu Missverständnissen. Hier ein paar Tipps, um das Schlimmste zu verhindern.

Kommunikation ist Trumpf! Um Probleme, Missverständnisse in der Produktionsphase möglichst auszuschließen, empfiehlt es sich im Vorfeld einen kreativen Austausch stattfinden zu lassen, der dabei helfen kann kostbare Studiozeit zu sparen. Generell gilt: Je konkreter dieser Austausch, desto reibungsloser die Produktion. Konkret könnte das Ganze folgendermaßen aussehen:

Erstens: Nehmt Demos auf

Qualität ist hierbei nicht entscheidend. Für qualitativ hochwertigere Aufnahmen geht ihr ja schließlich ins Tonstudio. Es geht vielmehr darum zu hören, worum es im Song geht. Dafür reicht oftmals schon eine Handyaufnahme oder Ähnliches.

Zweitens: Recherchiert Sound-Referenzen

Sucht euch Songs, bei denen euch Stimmung, Sounds oder Arrangements besonders gut gefallen und gebt sie an das Tonstudio weiter. Je detaillierter die Kommentare zu diesen Referenzen ausfallen, desto besser kann der Engineer oder Produzent euren Vorstellungen folgen.

Drittens: Produktions-Referenzen

Falls ihr schon mal professioneller aufgenommen habt, stellt eure Songs mit den entsprechenden Kommentaren, also beispielsweise mit Verbesserungswünschen oder Hinweisen zu stilprägenden Elementen, zur Verfügung.

Viertens: Teilt mit wie ihr im Tonstudio spielen wollt

Das gilt vor allem für Bands: Damit eure Session optimal vorbereitet werden kann und sich das Tonstudio bereits über Kanalplan, Setup und Mikrofonierung Gedanken machen kann hilft es, wenn ihr einen erweiterten Tech-Rider bereitstellt. Sinnvolle Punkte hiefür sind:

  • Besetzung (ggf. pro Song falls wechselnde Besetzung)
  • Angaben zu Amps, Gitarren, Floor-Boards (auch ggf. pro Song)
  • Präferiertes Setup (Blickkontakt zwischen welchen Musikern unbedingt notwendig, Amps in Kabine oder Aufnahmeraum)
  • Welche Elemente in der Live-Session und welche im Dubbing umgesetzt werden

All das ist „good-to-know“ und sollte umgesetzt werden – selbstverständlich beugt das nicht allem vor, was bei einer Studioproduktion so alles an Unvorhersehbaren passieren kann. Die Umsetzung eines Songs im Studio ist nämlich neben einer Dienstleistung auch ein kreativer Prozess, in dem alle Beteiligten verwickelt sind. Wäre schlimm, wenn es nicht so wäre, denn das macht das Ganze doch so spannend!

 


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